Für Endkunden

Häufige Fragen

Kann ich als Endkunde eine HaWi Solaranlage kaufen?

Für die Installation einer effizienten und qualitativ hochwertigen Photovoltaikanlage bedarf es Know-how und Erfahrung, so wie unsere geschulten Fachinstallationspartner sie bieten.

Sie sind Endkunde und möchten eine HaWi Anlage kaufen? Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Entscheidung! Sie sind bereits auf dem besten Weg, Ihren Geldbeutel und die Umwelt zu schonen.

Kontakt

Warum Photovoltaik?

Mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Energiequellen bietet sich die großartige Chance, den drohenden Problemen der Ressourcenverknappung und des globalen Klimawandels aktiv zu begegnen. Erneuerbare Energien können von Energieimporten unabhängig machen, stärken das Industrie- und Wirtschaftswachstum und sorgen für Innovationen in technischen Entwicklungen. Die Energiemenge, die tagtäglich von der Sonne auf unseren Planeten strahlt, ist etwa 10.000-mal größer als der globale Energieverbrauch und kostet uns nicht einen Cent. Die Sonnenenergie, die pro Jahr in Deutschland auf einen Quadratmeter fällt, entspricht dem Energiegehalt von 100 Litern Öl. Allein die zur Verfügung stehenden Dachflächen würden reichen, um die Hälfte des gesamtdeutschen Strombedarfs sicherzustellen. Die Energieversorgung der Zukunft wird ein Mix aus regenerativen Energien sein, in dem die Photovoltaik einen ständig wachsenden Anteil haben wird. Voraussetzung dafür sind erstklassige und langlebige PV-Installationen durch hochwertige Produkte und technologisches Know-how.

Wie ist eine PV-Anlage aufgebaut?

Solarmodule werden stabil und dauerhaft auf einer Unterkonstruktion befestigt und elektrisch miteinander verbunden. Der von den Modulen produzierte Gleichstrom wird über die Verkabelung gesammelt und zu so genannten Wechselrichtern geleitet, die den Gleichstrom effektiv in den im öffentlichen Stromnetz üblichen Wechselstrom (230 Volt, 50 Hertz) umwandeln. Von hier wird der Strom über einen Zähler ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Der Zähler dokumentiert die gelieferte Strommenge, die dann vom Energieversorger vergütet wird. So genannte autarke Anlagen werden verbaut, wenn kein Stromnetz zur Verfügung steht. Der Strom wird an Ort und Stelle selbst verbraucht, z. B. um in so genannten Inselnetzen abgelegene Dörfer, Krankenstationen u. a. zu versorgen.

Was ist Eigenverbrauch?

Dank der neuen EEG-Änderung ist der eigene Stromverbrauch nicht mehr losgelöst von der Vergütung für Solarstrom. Grundlage für die höhere Vergütung des Eigenverbrauchs ist das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Ziel dieses neuen Gesetzes ist es zum einen, aktiven Klima- und Umweltschutz zu unterstützen und zum anderen das öffentliche Stromnetz zu entlasten. So ist der Eigenverbrauch eine lukrative Möglichkeit, eine maximale Ausschöpfung der Fördermittel zu erreichen und gleichzeitig dem stetig steigenden Strompreis zu entgehen. Je höher der Eigenverbrauch, desto höher die Vergütungssätze.

Wie kann man den Eigenverbrauch erhöhen?

Sinnvolle Gerätesteuerung und Verhalten des Nutzers:
Verbrauchsstarke Geräte nur dann aktivieren, wenn ausreichend Erzeugungsleistung vorhanden ist.

Gerätesteuerung durch sog. Einschaltverzögerung (auch „Startzeitvorwahl" genannt):
Geräte wie Spülmaschine, Waschmaschine, Trockner etc. sind meist auf keine bestimmte Startzeit angewiesen und daher ideal für die Lastenverschiebung geeignet.

Automatische Lösung zur Steigerung des Eigenverbrauchs:
Sowohl die PV-Leistung als auch der Einspeisezähler werden technisch überwacht. Der Einspeisezähler misst genau den Teil der Energieerzeugung, der nicht im Haus verbraucht wird. Findet Einspeisung statt bedeutet dies gleichzeitig, dass die PV-Leistung den momentanen Verbrauch übersteigt. Durch ein Signal werden dann weitere Verbraucher zugeschaltet.

Steigerung durch Batteriesysteme:
Mit Batteriesystemen wird künftig auch die Zwischenspeicherung von PV-Erträgen attraktiv.

Wie viel Strom wird von Photovoltaikanlagen produziert?

Wenn an einem schönen sonnigen Tag die gemeinsame Leistung von z.B. sechs Solarmodulen während einer Stunde genau 1000 W beträgt, dann hat diese kleine Photovoltaikanlage in dieser Stunde genau eine Kilowattstunde (kWh) erbracht. Diese Energiemenge ist als Einheit des Energieverbrauchs sowohl für Strom als auch für Wärme bekannt. Einen Staubsauger mit einer angegeben Leistung von 1000 W könnte man mit dieser Energiemenge eine Stunde lang betreiben. Um verschiedene Photovoltaikanlagen mit unterschiedlichen Wirkungsgraden miteinander vergleichen zu können, hat man sich darauf geeinigt, die von ihnen erbrachten Kilowattstunden immer auf die installierte Nennleistung der PV-Anlage zu beziehen. Die Ertragseinheit von Photovoltaikanlagen ist also die Kilowattstunde pro installierter Nennleistung, oder auch kWh/kWpeak („peak" = englisch für Spitze).

Da die PV-Anlagen im Sommer bei viel Sonne mehr und im Winter entsprechend weniger Strom produzieren, ist es sinnvoll, die Erträge jeweils für ein ganzes Jahr anzugeben. Eine Anlage, die zum Beispiel aus Modulen mit einer Gesamtnennleistung von 4000 Wattp (= 4 kWp) besteht und in ihrem ersten Betriebsjahr 4160 Kilowattstunden Energie geliefert hat, hat demnach einen Ertrag von 1040 kWh/kWp /Jahr. Geht man davon aus, dass die auf die jeweilige PV-Anlage einstrahlende Sonnenenergie sich im Schnitt nicht stark von Jahr zu Jahr unterscheidet, hat man damit einen guten Anhaltspunkt für den zukünftig zu erwartenden Ertrag. Da der größte Teil aller PV-Anlagen sich momentan noch über den Verkauf des Stroms finanziert, ist die Kenntnis des zu erwartenden Ertrags über lange Zeiträume der wesentlichste Bestandteil einer jeden Anlagenplanung. Diese Simulation zukünftiger Ertragseinkünfte wird heutzutage von anerkannten Computerprogrammen („PVSoftware") übernommen.

Es ist nachvollziehbar, dass die Erträge nicht nur von der Anlage selbst, sondern von dem Ort ihrer Aufstellung und seinen Wetterbedingungen abhängen. Dabei ist insbesondere die Zahl der Sonnenstunden mit direkter Strahlung am jeweiligen Standort von Bedeutung. In Deutschland sind in diesem Zusammenhang die südlichen Regionen wie etwa Bayern und Baden-Württemberg gegenüber nördlichen Regionen im Vorteil. Einen Anhaltspunkt für zu erwartende Erträge bieten mittlerweile so genannte Solarstrahlungskarten, die von verschiedenen Verlagen und Internetseiten veröffentlicht werden.

Wie teuer ist Solarstrom?

Nach einer Faustformel kann ein Hersteller von Solarmodulen seine Kosten mit jeder Verzehnfachung der Produktions- und Absatzzahlen etwa um die Hälfte reduzieren. Bei den derzeitigen Wachstumsprognosen und einem leicht ansteigenden Strompreis aus fossilen Energieträgern (auch Uran geht seiner Verknappung entgegen) wird Solarstrom bis 2020 in fast ganz Europa preisgleich oder sogar bereits günstiger sein als der öffentliche Netzstrom. Ein weiterer Grund für den Kostendruck auf die Hersteller ist die im EEG festgelegte Senkung der Einspeisetarife von Jahr zu Jahr: In Deutschland bekommt man etwa im Jahr 2020 bei Neuinstallation einer PV-Anlage nur noch zwischen 11,2 und 15,4 Cent/kWh. Wer über die Vergütung eine hohe Rendite erwirtschaften möchte, wird seine Anlage in den nächsten Jahren errichten lassen, wer einfach nur sauberen Strom günstig beziehen möchte, blickt mit der Photovoltaik einer nachhaltig rosigen Zukunft entgegen.

Ist eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich?

Aufgrund des überaus aufwändigen Verfahrens zur Herstellung des benötigten Reinstsiliziums und der dazugehörigen Produktionsanlagen ist die Photovoltaik eine sehr kostenintensive Technologie. Der erzeugte Solarstrom zählt momentan noch zu den teuersten Stromarten. Auf der anderen Seite hat sich diese Energieform durch ihre Nachhaltigkeit, ökologische Verträglichkeit und allgegenwärtige Verfügbarkeit als so vorteilhaft herausgestellt, dass viele Länder, allen voran Deutschland und Europa, durch politische Vorgaben eine finanzielle Förderung der Entwicklung und Verbreitung von PV-Anlagen beschlossen haben. Der entscheidende Eckpunkt war hier die Einführung von Einspeisegesetzen, die dem Erzeuger von Strom aus regenerativen Energien die langfristige Abnahme seines Stroms zu attraktiven Konditionen garantieren. Diese Entscheidung hat anfänglich in Deutschland und später weltweit zu einem regelrechten Boom der Photovoltaik geführt, da es sich ab sofort rentierte, in eine PV-Anlage zu investieren. 2004 sind eine Menge PV-Anlagen installiert worden, die mit Renditen von mehr als 12 % eine der lukrativsten Anlageformen der letzten Jahre darstellten. Mittlerweile ist die Vergütung für Solarstrom durch eine jährliche Verringerung der Einspeisetarife soweit gesunken, dass „normale" Renditen zwischen 3 % und 8 % angestrebt und auch erreicht werden. Dabei haben die beteiligten Finanzinstitute wie beispielsweise Banken erkannt, dass Investitionen in Solaranlagen sehr sicher sind. Damit eine Solarstromanlage auch in Zukunft wirtschaftlich bleibt, müssen die Preise der benötigten Komponenten mindestens in dem Maße sinken, wie die Vergütung des Solarstroms. Aufgrund des weltweiten Wachstums der PV-Branche mit dem kostenreduzierenden Effekt der Massenproduktion von Solarmodulen ist dieser Trend auch erkennbar.

Als Orientierung kann man annehmen, dass eine Solaranlage sich nach etwa fünfzehn Jahren amortisiert haben kann, je nach Finanzierungsmodell auch bis zu drei Jahre früher. Der Strom wird zwanzig Jahre lang zu festen Konditionen abgenommen. Auch danach bleibt das Recht zur Einspeisung erhalten, wenn auch dann zu marktüblichen Strompreisen. Weitere Möglichkeiten zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit werden durch bundesweit angebotene Sonderdarlehen für Erneuerbare Energien (bspw. durch die KfW) geschaffen oder durch regionale Förderprogramme, die steuerliche oder andere Anreize zur Investition in Solarstrom geben. Keine Solaranlage gleicht der anderen. Die individuelle fachgerechte Kalkulation und Simulation ihrer Wirtschaftlichkeit ist genauso notwendig wie ihre professionelle individuelle Auslegung und Planung.

Wie klimafreundlich ist eine Solarstromanlage wirklich?

Nach einer Studie der Europäischen PV-Industrievereinigung (EPIA) wird die im Jahr 2030 weltweit installierte Leistung von Photovoltaikanlagen 912 Gigawatt betragen und über 1200 Terawattstunden Solarstrom produzieren. Die dabei eingesparte Menge an CO2-Ausstoß gegenüber fossilen Energieträgern betrüge dann jährlich 775 Mio. Tonnen, das entspräche dem Ausstoß von über 200 Kohlekraftwerken*. Im Jahr 2010 lag die Einsparung an CO2 gegenüber dem derzeitigen Strommix bei ca. 525 g CO2 je kWh Solarstrom. Die Gesamtvermeidung durch Solarstrom betrug ca. 6,4 Mio Tonnen**. Bei richtigem Umgang mit dem derzeit existierenden Emissionsrechtehandel kann der Einfluss der Erneuerbaren Energien insgesamt eine enorm positive Auswirkung auf den CO2- Anteil der Atmosphäre haben. Nach etwa 1 bis 4 Jahren (je nach Stand der Technologie) hat eine Solaranlage den für ihre Herstellung benötigten Energiebedarf wieder erwirtschaftet, wobei insbesondere die Dünnschichtmodule der Zukunft diesen Wert schon früher als in einem Jahr erreicht haben werden. Nach Angaben von BSW-Solar produzierten im Jahr 2010 die PV-Anlagen in Deutschland ca. 12 TWh**.

Kann eine Solaranlage recycled werden?

Alte oder kaputte Solarmodule können recycelt werden. Bis zu 95% des Materials kann wiederverwertet und für die Produktion neuer Solarmodule verwendet werden. Das schont die Umwelt, indem Energie bei der Produktion gespart und hochwertige Bausteine wie Glas, Aluminium und Halbleitermaterialien konserviert werden.

Als zertifizierte PV CYCLE-Sammelstelle nimmt HaWi alte und kaputte Solarmodule von Endkunden und Installateuren kostenfrei entgegen.

Was ist eine gute PV-Anlage?

Eine gute PV-Anlage ist dadurch gekennzeichnet, dass sie einer Vielzahl von Qualitätsanforderungen entspricht. Im Endergebnis wird eine PV-Anlage erst rückwirkend zeigen, wie gut sie geplant und installiert wurde. Sie muss mindestens über den gesamten Zeitraum, in dem sie zu ihrer eigenen Finanzierung Strom ins Netz einspeist – hierzulande also üblicherweise über zwanzig Jahre – den anfänglich kalkulierten Ertrag bringen. Je mehr dieser Ertrag über den erwarteten Wert hinausgeht, desto besser ist die Anlage konzipiert worden und/ oder desto hochwertiger ist die Qualität der eingesetzten Komponenten. Im Wesentlichen finden sich die Anforderungen in drei Gruppen wieder: Eine gute Planung, eine erstklassige Installation und eine hohe Qualität der Solarmodule.

Eine gute Planung berücksichtigt mindestens folgende Aspekte:
Klimadaten, Standortbedingungen (Einstrahlung, Temperaturen, Schnee)
Verschattungen (auch zukünftige)
Beschaffenheit des Aufstellortes/-fläche (Untergrund, Befestigung)
Ausrichtung und Neigung der Module
Finanzierung, Ertragssimulation, zu erwartende Ertragsverluste
Fördermöglichkeiten
Kundenwünsche (auch für Netzautarke Systeme)
Energieversorger (nächster Einspeisepunkt, etc.)
Lieferzeiten und Versorgung der Baustelle
Lieferantenauswahl
Planungssicherheit
Versicherungen, Diebstahlschutz
Finanzielle Reserven zur Aufrechterhaltung der Funktion (z.B. Austausch WR)
Wartungs- und Betriebskosten

Eine gute Installation berücksichtigt mindestens folgende Aspekte:
Elektrische Kenngrößen (V, I, etc.) von Modulen und Wechselrichtern
Module pro String, Strings pro Wechselrichter
Optimale Belegung der zur Verfügung stehenden Fläche
Ästhetik
Hinterlüftung der Solarmodule
Leistungsverhältnis PV-Generator zu Wechselrichter
String- oder Zentralwechselrichter
Wechselrichter-Technologie und Wirkungsgrad
Aufstellort des Wechselrichters
Modul-Technologie
Sicherheit: Überspannung, Rückstrom, Blitzschutz, Potenzialausgleich, Erdung
Langfristige Stabilität
Optimales Verkabelungskonzept

Eine hochwertige Qualität der Solarmodule berücksichtigt mindestens folgende Aspekte:
Solarzelle (Herkunft, Eigenschaften, Technologie)
Langlebigkeit (UV- und Witterungsbeständigkeit, Schnee- und Windlast)
Laminierung (hält die verschiedenen Schichten zusammen, meist EVA)
Frontglas (Transparenz, Stabilität, Lichteinfang, Stärke/Gewicht)
Rückseite (Glas, Folie)
Rahmen (Material, Stabilität, Schutz, Befestigung)
Kabel (UV-Schutz, Länge)
Stecker (Kompatibilität, Komfort, UV-Beständigkeit, Wetterfestigkeit)
Junction box (Wetterfestigkeit, Bypassdiode, Zugfestigkeit)