Für Installateure
HaWi PV Planer
Der HaWi PV-Planer ist ein anspruchsvolles Planungsprogramm für Photovoltaik-Anlagen. Er kommt bei der hausinternen Anlagenplanung zum Einsatz, unseren Kunden steht eine externe Version zur Verfügung. Wir übernehmen die Produktpflege von Modulen, Wechselrichtern und Befestigungskomponenten selbst und stellen unseren Kunden diese Daten per Online Update zur Verfügung. Für unsere HaWi-Fachpartner ist dieses Auslegungsprogramm kostenlos.
Der HaWi PV-Planer führt Sie durch alle für die Planung einer hochwertigen Anlage erforderlichen Planungsschritte:
Dachbemassung und Dachplan
Die Dachplanung beginnt mit der Abfrage der Dachform, womit gleichzeitig die Grundform der Dachskizze festgelegt ist. Durch die Eingabe der Bemaßung wird die Ansicht der Dachskizze unmittelbar aktualisiert. Der Anwender kann beliebige Randbereiche definieren, die bei der Modulbelegung eine wichtige Hilfestellung sind. Die Angaben zu Firsthöhe und Dachneigung fließen in die statische Berechnung der Befestigungskomponenten mit ein. Auch das Abrutschen von Schnee bei einer Dachneigung von über 30° kann optional in der Auslegung berücksichtigt werden.
Sparren-/Pfetten
Der Sparrenabstand und die Position der einzelnen Sparren werden graphisch angezeigt. Der Anwender kann die Position des ersten Sparrens selbst bestimmen.
Sperrobjekte / Störobjekte
Fenster, Kamin, diverse Gaubenarten wie z.B. Spitzgaube können vom Anwender bemaßt und platziert werden. Die Positionierung der Sperrobjekte auf dem Dach kann auf 2 Arten erfolgen:
- Sperrobjekt auf dem Dach anklicken und mit der Maus verschieben
- Tastatureingaben der Koordinaten
Beim Platzieren der Sperrobjekte werden die Sparren durchtrennt und die Sparrenteile, die sich mit einem Sperrobjekt überschneiden, gelöscht. In der Gestellauslegung werden dann nur die vorhandenen Sparren bzw. Sparrenabschnitte für die Berechnung der Befestigung berücksichtigt.
Modulauswahl
Die Auswahl der Module erfolgt nach Hersteller sortiert. Die Module mit den technischen Daten pflegen wir selbst in die Datenbank ein und werden so ständig auf aktuellem Stand gehalten.
Modulfelder
- Automatische Vollbelegung
Um das Maximum an Modulen auf dem Dach zu planen, bedient sich der Anwender der automatischen Belegung. Platzierte Sperrobjekte auf dem Dach werden automatisch ausgespart. - Manuelle Teilbelegung
Für eine detaillierte Planung und bei speziellen Anforderungen der PV-Anlage nutzt der Anwender die Funktion der Teilbelegung. Hierbei können einzelne Modulfelder erzeugt und auf dem Dach platziert werden. Die Module eines Modulfeldes können sowohl waagerecht, als auch senkrecht angeordnet werden. Zudem ist eine Kombination von Modulfeldern mit unterschiedlicher Modulausrichtung auf dem Dach möglich. Die Positionierung der Modulfelder erfolgt auch hier wieder wahlweise durch Verschieben mit der Maus oder über Eingabe der Koordinaten (x-/y-Werte).
Die Anzahl Modulreihen und die Anzahl der Module pro Reihe können auch nachträglich bearbeitet werden. Das Löschen einzelner Module als auch des gesamten Modulfeldes ermöglicht ein effizientes Arbeiten. - Dehnungsfuge
Modulfelder müssen nach mindestens 12 m thermisch getrennt werden, d.h. es wird eine Lücke von 8 cm eingefügt. An dieser Stelle werden die Schienen mit einer Dehnungsfuge verbunden. Das Planen dieser Dehnungsfugen wird bereits beim Erzeugen von Modulfedern berücksichtigt.
Somit sieht der Anwender von vorneherein, wie sich die Dehnungsfugen auf die Verbreiterung des Modulfeldes auswirkt und kann korrigierend eingreifen. Der Anwender kann die Position der Dehnungsfugen ändern und weitere Dehnungsfugen hinzufügen.
Der Anwender hat die Wahl, ob er nach dem Planen des PV-Generators mit der Wechselrichterauslegung oder mit der Gestellauslegung fortfahren möchte. In beiden Fällen kann eine Korrektur der Modulanzahl erforderlich werden. Der Anwender kann folgende Parameter festlegen: Auslegungsverhältnis, Modultemperaturgrenzen, Schieflast, Trafo oder Trafolos, WR-Hersteller, Filtern von einzelnen WR-Geräten.
Automatische Berechnung
In der automatischen Berechnung werden die optimalen Wechselrichterlösungen ermittelt. Die detaillierte Ergebnisausgabe gibt Auskunft über die belegten Eingänge eins Wechselrichters:
- Anzahl der Strings und Stringlänge
- Strom und Spannungswerte
- WR-Verhältnis
Manuelle Wechselrichterauslegung
Ausgehend von der automatischen Wechselrichterauslegung kann der Anwender die Verstringung ändern, die Strom- und Spannungswerte werden errechnet und kritische Grenzwerte farbig hervorgehoben. Aus der Datenbank können weitere Wechselrichter einzeln hinzugefügt und manuell verstringt werden.
Verstringung der Wechselrichter
Auch in diesem Programmteil sind automatische Berechnung und manuelles Eingreifen kombinierbar. Die automatische Berechnung verschaltet alle Module auf dem Dach mit dem Wechselrichter–Ergebnis. Der Anwender kann einzelne Module auf dem Dach oder auch ganze Modulstränge wieder freigeben und diese dann manuell einem WR-Eingang zuordnen. Große Flexibilität bietet die Möglichkeit, Module an kritischen Stellen manuell zu verschalten und den Rest automatisch errechnen zu lassen.
Der Anwender kann zwischen ein- und zweilagigen Schienensystemen wählen. Die Anwendung errechnet daraufhin Stützweiten und Kragarme. Bei einem Kragarmfehler kann der Anwender korrigierend eingreifen, z.B. das Modulfeld verschieben oder Module nachträglich manuell löschen. Die Berechnung der Druck- und Sogbelastung erfolgt sowohl für den Rand, als auch für den Normalbereich. Basis für die Berechnung ist die DIN 1055.
Die Positionierung von Schienen und Befestigungspunkten wird graphisch angezeigt. Die Bemaßung der Schienen wird direkt im Dachplan abgebildet.
In der Stückliste erscheinen alle Komponenten der geplanten Photovoltaik- Anlage: Module, Wechselrichter, Modulklemmen, Schienen, Dachhaken und sonstige Befestigungselemente. Dabei wird unterschieden zwischen der stückgenauen Materialliste und der Bestell-Liste, in der die Verpackungseinheiten gebildet sind. Beide Listen sind als XML-Datei exportierbar, eine Schnittstelle zu unserem hauseignen EDV-System wurde geschaffen.
Der Dachplan kann wahlweise auf Din A3 oder Din A4 erfolgen. Zudem kann der Anwender beim Drucken einen Skalierungsfaktor angeben. Falls z.B. ein Ausdruck ohne Skalierung gewünscht ist, wird der Dachplan auf mehrere Seiten verteilt. Die Schnittmarken zur nächsten Seite werden überlappend und als gestrichelte Linie dargestellt. Ausdruckbar sind auch die Bestell-Liste, stückgenaue Material-Liste und die Projektbeschreibung, in der alle Parameter der Photovoltaik-Anlange nochmals aufgeführt sind.




