Warum HaWi
Technologie- und Logistikzentrum Eggenfelden

Das im Januar 2008 eingeweihte Technologie- und Logistikzentrum im niederbayrischen Eggenfelden stellt auf einem 45.000m² großen Areal ein einmaliges Praxisbeispiel des Einsatzes von erneuerbaren Energien dar: das energieautarke Gebäude!
Technologie und Architektur
Durch die Kombination der Nutzung regional verfügbarer Biomasse in Verbindung mit Solarenergie, sowie dem Einsatz eines Erdgas – BHKW und eines solaren Absorptionskälteaggregats zur Klimatisierung des Gebäudes wird bilanziell der gesamte Energiebedarf des Bürogebäudes gedeckt.
Die moderne Gebäudearchitektur basiert auf einem nach Süden ausgerichteten, gestreckten Ypsilon, das die Innovationskraft des jungen Unternehmens widerspiegelt. Auf 5.000m² finden sich Büro-, Schulungs- und Ausstellungsräume, die durch ebenso große Logistikflächen ergänzt werden. Zurzeit finden hier ca. 90 Mitarbeiter der HaWi Energietechnik AG sowie 10 Mitarbeiter der HaWi Project GmbH Platz, die den nationalen und internationalen Markt in allen Fragen rund um das Thema der „Erneuerbaren" bedienen.
Strom durch Sonne
Alle diese Geschäftsbereiche spiegeln sich nicht zuletzt auch in der im Technologiezentrum eingesetzten Haustechnik wieder. Als Baustoffe für die Außenhülle wurden hauptsächlich Stahl, Glas und speziell angefertigte Photovoltaikmodule mit Dünnschicht Technologie sowie transparente PV-Module eingesetzt. Insgesamt 396 Solarmodule liefern eine Gesamtleistung von ca. 30 kWp Solarstrom.
Angenehmes Klima mit Blockheizkraftwerk und Absorbtionskälteanlage
Zusätzlich wurde ein 50 kWel Erdgas-BHKW der Firma Höfler Blockheizkraftwerkeinstalliert. Die hocheffiziente Erzeugung von Wärme und Strom in der Kraft-Wärme-Kopplung leistet einen beträchtlichen Beitrag zur Schonung von Ressourcen und zur Verringerung der Schadstoffemissionen. Insbesondere wird durch den Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung der CO2-Ausstoß um ca. 59 % vermindert. Das Höfler BHKW ET 50 LH ist mit einem leistungsstarken Liebherr-Gasmotor ausgestattet, der auch für die zukünftige Nutzung von Treibgas aus Biomasse (Bio-Erdgas) geeignet ist.
Durch die wärmegeführte Betriebsweise des BHKW wird in Verbindung mit den Solarmodulen eine optimale Anpassung der Wärme und Stromversorgung des Gebäudes erreicht. Stromüberschüsse werden dabei ins regionale Netz eingespeist und rückvergütet. Bei der Nennlast von 50 kW elektrischer Leistung erzeugt das BHKW eine Wärmeleistung von 80 kW, die den Grundwärmebedarf des Gebäudes decken. Während der Sommermonate wird die BHKW-Wärme zur Klimatisierung des Gebäudes mittels einer Absorptionskälteanlage genutzt. Die hohe Auslastung des BHKW ist die Gewähr für seine hohe Wirtschaftlichkeit, lange BHKW-Laufzeiten sichern hohe Erträge aus der Stromproduktion.
Die im Sommer erforderliche Kühlleistung für die Klimatisierung des Gebäudes wird über eine sog. „Solare Kühlung" einer Kälteabsorptionsmaschine in Verbindung mit einer 200m² großen thermischen Solaranlage auf dem Dach abgedeckt. Hierbei setzt das Arbeitspaar Wasser-Lithiumbromid das zugeführte Wärmeniveau von 86°C in Kaltwasser mit einer Austrittstemperatur von 9°C um. Das Wärmeverhältnis entspricht dabei einem COP - Wert von 0,75.
Übersteigt der Wärmebedarf des Gebäudes die Leistung des BHKW, können auftretende Lastspitzen durch eine 270 kWtherm Hackschnitzel Heizung aufgefangen werden. Interessant ist dabei das von Herrn Wimmer und einem regionalen Brennstofflieferanten ausgehandelte „Contracting Model", dass nur die im Gebäude abgelieferte Wärmemenge dem Brennstofflieferanten vergütet wird. Die Abrechnung über Wärmemengenzähler sichert somit dem Betreiber eine optimale Brennstoffqualität bei langfristiger, regional gesicherter Versorgung zu.
Ausgezeichnete Versorgung
Das alle diese Systeme auch für den Inselbetrieb (Notstromfall) ausgelegt und konzipiert sind, versteht sich bei der Philosophie des Unternehmens von selbst. Schon seit Gründung der Firma werden hier Inselsysteme nicht nur für den deutschen Markt, sondern vor allem auch für Betreiber mit unzureichender oder schlechter Stromversorgung konzipiert.
Die interessante Installation in Eggenfelden aus allen Bereichen der erneuerbaren Energien (Solar, Biomasse, BHKW) soll Grundstein für Folgeprojekte, nicht nur in Industrie und Handel sein. HaWi Energietechnik erhielt nicht zuletzt auch wegen diesem innovativen Ansatz und der konsequenten Anwendung erneuerbarer Energien im Juni 2006 von der bayrischen Staatsregierung die Auszeichnung „Bayerns Best 50“.
